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Meskalin

Substanz

Gewinnung

Meskalin ist eine natürlich vorkommende halluzinogene Substanz aus der Stoffklasse der Phenethylamine. Meskalinhaltige Kakteen werden in Lateinamerika seit Jahrtausenden für rituelle Zwecke verwendet.

Erscheinungsformen

Meskalin ist ein natürliches Alkaloid, welches im Peyote-Kaktus (Lophophora williamsii) vorkommt.

Meskalin kann auch synthetisch hergestellt werden und wird auch in anderen Kakteen gefunden. Z.B. der südamerikanischen Kakteengattung Trichocereus (T. pachanoi, T. bridgesii, T. peruvianus) und weiteren Kakteenarten.

Zu Pulver extrahiert erscheint es meist als Meskalincitrat oder –acetat.

Konsumformen

Geschluckt, seltener geraucht.

Dosierung

Zwischen ca. 200 – 400 mg. Oral eingenommen gelten 3 – 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht als halluzinogene Dosis.

Wirkung

Wirkungen

Vor dem Wirkungseintritt, kann es oft zu Übelkeit und/oder Erbrechen kommen. Der Trip beginnt mit Hyperaktivität und innerer Unruhe, dann stellt sich eine veränderte, geschärfte Wahrnehmung und ein intensiviertes Farbensehen ein.

In einer zweiten Phase kommt es zu einer eher meditativen Konzentration. Konsument/innen berichten von Visionen und einer Euphorie von religiöser Tiefe, dem Gefühl einer visionären Erfahrung und der Veränderung des Ich-Empfindens sowie von Gefühlen der Ich-Auflösung.

Wirkungseintritt

45 Minuten – 1.5 Stunden nach der Einnahme

Wirkdauer

6 – 9 Stunden, manchmal bis zu 12 Stunden

Risiken

Risiken und Nebenwirkungen

Die pharmakologischen Wirkung des Meskalins und der bittere Geschmack führen in der Anfangsphase des Trips meist zu Übelkeit und teilweise zu Erbrechen. Meskalin ist in hohen Dosen (ab ca. 2 g) toxisch und kann zu Leberschäden und Atemlähmung führen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind: Erhöhung des Pulses und des Blutdrucks, zunächst Mundtrockenheit, dann erhöhter Speichelfluss, Pupillenvergrösserung, Anstieg der Körpertemperatur und ein verringertes Hungergefühl während der Wirkdauer.

Bei Erbrechen kann sich der/die Konsument/in am Erbrochenen verschlucken (Erstickungsgefahr)!

Langzeitrisiken

Der Konsum von Meskalin kann – auch bei einmaligem Konsum – latente (verborgene) psychische Störungen auslösen. Bei wiederholtem Gebrauch kann eine Toleranz entstehen.

Safer Use

  • Meskalin ist nicht als Partydroge geeignet und sollte nur von erfahrenen User/innen konsumiert werden.
  • Nimm Meskalin nur gut vorbereitet in einem Umfeld ein, in dem du dich wohl fühlst und nur zusammen mit erfahrenen Freund/innen (gutes Setting) und/oder einem Tripsitter (nüchterne Person).
  • Nimm Meskalin nur, wenn du dich psychisch und physisch gut fühlst (gutes Set).
  • Du solltest keine Angst, aber genügend Respekt vor der Meskalin-Wirkung haben.
  • Meskalin sollte auf nüchternen Magen eingenommen werden. Fasten vor dem Trip kann helfen, die Wahrscheinlichkeit für Übelkeit und Erbrechen zu mildern.
  • Gegen die Übelkeit hilft es, wenn du Meskalin jeweils in kleinen Dosen zu dir nimmst.
  • Wirf nicht nach, wenn es nicht gleich wirkt.
  • Lass dich während des Trips gehen und versuche nicht gegen die Meskalin-Wirkung anzukämpfen. Ein Tripsitter kann dir dabei behilflich sein.
  • Gegen Kreislaufbeschwerden kann Traubenzucker helfen.
  • Meide Strassen und andere „gefährliche“ Orte, dein Orientierungsvermögen kann gestört sein.
  • Trinke während des Trips genügend Wasser.
  • Vermeide unbedingt Mischkonsum, die Wirkung ist ansonsten nicht mehr abschätzbar.
  • Plane nach dem Trip genügend Zeit zur Erholung ein (mindestens 1 Tag).
  • Meskalin-Trips sollten Ausnahmeerlebnisse bleiben.
  • Bei Panikanfällen oder Horrortrips: Reizabschirmung, Ruhe bewahren, „talk down“
    (Im Notfall)
  • Personen mit psychischen Problemen oder Erkrankungen, Personen die *Neuroleptika nehmen müssen, sowie Personen, mit Herzproblemen sollten auf den Konsum von Meskalin verzichten.

*Neuroleptika sind Medikamente, die vor allem zur Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt werden; bekannte Markennamen sind z.B. Haldol, Leponex oder Zyprexa.
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