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Cannabis

Substanz

Substanz

Cannabisprodukte werden aus der Hanfpflanze hergestellt. Tetrahydrocannabinol (THC) ist der wichtigste psychoaktive Wirkstoff der rund 400 chemischen Substanzen der Hanfpflanze.

Erscheinungsformen

Marihuana (Gras) besteht aus getrockneten Blüten und jungen Blättern der weiblichen Pflanze; Haschisch (Shit) ist das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der Pflanze.

Konsumformen

Cannabisprodukte werden meist mit Tabak gemischt und geraucht (Joints, Wasserpfeife, Shilom etc.), seltener getrunken (als Tee) oder gegessen (Spacecakes, Joghurt).

Dosierung

Der THC-Gehalt kann von Sorte zu Sorte sehr stark variieren. Neue Pflanzensorten enthalten bis zu 25 Prozent THC.

Streckmittel

Cannabis kann mit diversen Streckmitteln versehen sein. Der Deutsche Hanfverband, führt eine ausführliche Liste aller in Deutschland gängigen Streckmittel.

Wirkungen

Wirkungen

Entspannend, appetitanregend, Gefühle werden intensiviert, Gelassenheit und/oder grundlose Heiterkeit stellen sich ein. Das Zeiterleben wird verändert (meist verlangsamt).

Bei hoher Dosierung kann Cannabis leicht halluzinogen wirken; die Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit können temporär während des Rausches beeinträchtigt werden.

Wirkungseintritt

Geraucht innerhalb weniger Minuten, gegessen erst nach 0,5 – 2 Std.

Wirkdauer

Geraucht 1 – 2 Std., gegessen 8 – 14 Std.(!)

Risiken

Risiken und Nebenwirkungen

Anstieg von Herzschlag- und Pulsfrequenz, Rötung der Augen, Mundtrockenheit, übermässiges Hungergefühl („Fressflash“). Schwindelgefühle, Übelkeit und Erbrechen können vor allem beim erstmaligem Konsum auftreten.

Bei hohen Dosen können Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps, unangenehme Gefühlsintensivierungen, im schlimmsten Fall Paranoia und depressive Verstimmungen auftreten.

Langzeitrisiken

Wenn du häufig und regelmässig konsumierst, besteht die Gefahr psychischer Abhängigkeit. Auch Symptome einer leichten körperlichen Abhängigkeit können sich einstellen; bei plötzlicher Abstinenz sind Schweissausbrüche, Hitze-/Kälteschauer, Appetitlosigkeit und Einschlafschwierigkeiten sowie Gereiztheit möglich.

Bei chronischem Konsum besteht die Gefahr von Realitätsverlust; möglich ist auch eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und der Motivationsfähigkeit.

Durch das Rauchen kommt es bei chronischem Konsum zu einer gesteigerten Anfälligkeit für Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Luftröhren- und Lungenentzündungen u.a.). Da Cannabisrauch in der Regel tiefer inhaliert und der Rauch länger in der Lunge gehalten wird, sind Joints schädlicher als Zigaretten.

Safer Use

  • THC beeinflusst temporär deine Merk- und Konzentrationsfähigkeit. Vom Konsum bei der Arbeit und in der Schule ist daher abzuraten. Rauche nur in der Freizeit und nur dann, wenn du dich gut fühlst.
  • Beim Essen oder Trinken von Cannabisprodukten sind die Wirkungen stärker und unberechenbarer als beim Rauchen, das Risiko für eine Überdosierung ist hoch. Taste dich vorsichtig an die richtige Dosis heran, lege nicht gleich nach!
  • Achte beim Rauchen auf gute Filtermethoden (Aktivkohlefilter) oder benutze einen Vaporizer.
  • Je jünger du bist, wenn du anfängst zu kiffen, desto grösser ist die Gefahr, durch den Konsum von Cannabis stärkeren Neben- und Nachwirkungen ausgesetzt zu sein.
  • Personen mit psychischen Problemen sollten keine Cannabisprodukte konsumieren.
  • Bei Psychosen (Schizophrenie) kann Cannabis den Krankheitsverlauf verschlimmern oder zu Rückfällen führen.
  • Bei Lungenerkrankungen und bestehenden Herzbeschwerden oder Herzerkrankungen sollte auf Cannabiskonsum verzichtet werden.

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