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Safer Use

Hier erfährst du Grundsätzliches darüber, was du beim Konsum von psychoaktiven Substanzen beachten musst, um Risiken zu mindern. Besonders bei Sex & Drugs.

Safer Use Regeln

  • Vermeide Mischkonsum (auch mit Alkohol)
  • Weniger ist mehr: Riskante Dosierungen sind vom Körpergewicht, der Funktionsweise des Organismus sowie vom Reinheitsgrad der Substanzen abhängig. Vorsichtig dosieren!
  • Nutze nach Möglichkeit: Drug-Checking.
  • Teste in kleinen Mengen an und warte mindestens zwei Stunden, um die Wirkungen abschätzen zu können. Psychoaktive Substanzen brauchen unterschiedlich lange, bis sie wirken – deshalb nicht gleich nachlegen!
  • Bereite eine Partynacht gut vor und konsumiere nur dann psychoaktive Substanzen, wenn du körperlich und psychisch in guter Verfassung bist.
  • Tanke während der Party immer wieder frische Luft und trinke ausreichend Wasser (3dl stündlich oder mehr bei hohen Temperaturen).
  • Konsumiere nie alleine und achte auf deine Freunde und Freundinnen. Bei Problemen niemanden alleine lassen und im Notfall Sanität rufen.
  • Sex nur mit Gummi!
  • Hände weg vom Steuer unter Drogen und Alkoholeinfluss!
  • Plane nach Party genug Zeit zum Ausruhen und Erholen ein. Achte auf eine gesunde Ernährung mit viel Vitaminen.
  • Noch legal erhältliche „Smart Drugs“ sind nicht legal, weil sie harmlos sind. Die Hersteller umgehen das Betäubungsmittelgesetz. Oft sind diese Substanzen und ihre Risiken weitgehend unerforscht. Die Infos dazu werden zudem oft verkaufsfördernd verfälscht („wirkt wie Ecstasy“). Auch sogenannte „Natural Drugs“ (biogene Drogen) können gefährlich sein.
  • Konsum, Erwerb, Besitz und Handel der meisten Drogen sind strafbar.

 

Im Notfall

Was tun im Notfall?

Hier einige wichtige Punkte:

Im Notfall

Sex & Drugs

Risikoreiches Sexualverhalten auf Drogen

Bewusstseinsverändernde Substanzen können beim Sex intensivierend oder enthemmend wirken. Doch die positiv erlebten Wirkungen bergen auch Risiken – vor allem bei hohen Dosierungen und/oder Mischkonsum. Es kann sein, dass du dich im Rausch auf Dinge einlässt, die du nicht willst, und dass du die Safer-Sex-Regeln missachtest.

Frauen könnten ungewollt schwanger werden, wenn sie unsafen Sex hatten. Falls du keine anderen Verhütungsmittel nimmst, kannst du in jeder Apotheke die „Pille danach“ holen – du bekommst sie auch, wenn du noch nicht 16 bist (beim Haus- oder Frauenarzt, bei Familienplanungsstellen oder auf Notfallstationen der Spitäler).

Substanzen mit hohem sexuellen Risikopotenzial

Alkohol

Erhöhtes Risikoverhalten durch Enthemmung, Selbstüberschätzung. Alkoholkonsum ist einer der häufigsten Gründe für ungeschützten Geschlechtsverkehr!

GHB/GBL

Erhöhtes Risikoverhalten durch enthemmende Wirkung und gesteigertes sexuelles Verlangen. Wird auch missbraucht, um andere sexuell gefügig zu machen („KO-Tropfen“).

Poppers

Erhöhtes Risikoverhalten durch schmerzhemmende, aphrodisierende und euphorisierende Wirkung.

Ketamin

Erhöhtes Risikoverhalten durch narkotisierende Wirkung und Realitätsverlust.

Crystal (Methamphethamin)

Risikoverhalten durch aufputschende, aphrodisierende Wirkung sowie Selbstüberschätzung.

Kokain

Erhöhtes Risikoverhalten durch Enthemmung und Selbstüberschätzung. Erhöht die Durchblutung und damit bei Frauen auch die Erregbarkeit (beim Mann dagegen Errektionsstörungen).

Achtung: Auch andere, hier nicht genannte Substanzen können Risikoverhalten begünstigen!

HIV-Risiko

Wenn du unsafen Sex hattest…

…könntest du dich mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt haben. Beobachte deinen Körper. Falls du irgendwelche Veränderungen (Ausfluss aus Scheide oder Penis, Hautveränderungen etc.) bemerkst, gehe sofort zum Arzt.

Die Postexpositionsprophylaxe (PEP) kann das Risiko für eine Infektion mit HIV reduzieren. Du hast maximal 48 Stunden Zeit, dich bei einer Aids-Hilfe oder im nächsten Spital beraten zu lassen. Wenn es angezeigt ist, wird dir PEP verabreicht; du musst dann während einem Monat Medikamente einnehmen. Das Risiko einer Infektion wird so zwar nicht hundertprozentig ausgeschlossen, aber stark vermindert. Die Einnahme dieser Medikamente ist mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.

Weitere Info bei Aids Hilfe Bern:

www.ahbe.ch

Safer Use & Safer Sex

Damit der „Sextrip“ kein „Bad Trip“ wird

  • Konsumiert nur in gegenseitigem Einverständnis psychoaktive Substanzen zum Sex.
  • Besprecht vor dem Sex, welche Substanz und welche Dosis ihr konsumieren wollt.
  • Kläre mit deinem Partner, deiner Partnerin, welche Sexpraktiken OK sind und welche tabu.
  • Vereinbart ein Stopp-Zeichen, um dem Partner/der Partnerin zu signalisieren, wenn er/sie zu weit geht.
  • Konsumiere nie so, dass du unfähig bist, dich zu wehren oder dass du die Abwehrsignale deines Partners nicht mehr bemerkst.
  • Ecstasy, Speed, LSD und Kokain trocknen die Schleimhäute aus (Rissgefahr des Kondoms und erhöhtes HIV-Ansteckungsrisiko). Verwendet deshalb immer Kondome und Gleitcreme zusammen, beides sollte immer in Griffnähe sein.
  • Bei Analverkehr und länger andauerndem Sex ist es wichtig, das Kondom zu wechseln und Gleitcreme zu verwenden.
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